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Update 26.11.2017 – Fotos vom KONZERT: Das Duo Sis (Yin Chiang, Piano, und Huei Chiang, Violine) präsentiert Werke von Richard Strauss und zeitgenössischer chinesischer und türkischer Komponisten.

  • By paqueklavier
  • Published Sonntag, der 12. November 2017
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Portrait-Yin-und-Huei-Chiang-2017

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Liebe Freunde der Musik,

Am Samstag, den 25.11.2017, fand nun das letzte Konzert dieses Jahres im Musikstudio statt und es hätten sich schwer bessere Interpretinnen für diesen Höhepunkt finden lassen als das „Duo Sis“! Beide Musikerinnen spielten sowohl technisch als auch musikalisch auf dem höchsten Niveau und sie nahmen uns mit auf eine Reise vom Westen bis in den mittleren und fernen Osten. Die Klänge von Richard Strauss sind dem hiesigen Publikum natürlich sehr gut bekannt und so verzauberten uns die beiden Schwestern mit den zarten bis wilden Klängen des frühen 20. Jahrhunderts. Nach der Pause ging es dann aber sogleich über in den fernen Osten mit den beiden Werken von Xiaoyong Chen und Qigang Chen (nicht verwandt), die übrigens beide jedoch schon seit einiger Zeit in Europa leben und arbeiten.
Jetzt wird manch ein westlich geprägter Liebhaber der klassischen Musik vielleicht die Stirn runzeln über zeitgenössische, asiatisch beeinflusste Musik für das Piano, doch dieser Ansatz überzeugt mit seiner feinfühlig bis expressiven Stimmung und mag in manchen Momenten an Werke von S. Prokofjew erinnern. Hervorzuheben ist hier auch die Aufführung selber, bei welcher Yin Chiang beide Flügel im Musikstudio erklingen ließ. Während der Großteil des Konzerts auf dem Kaps von 1875 gespielt wurde, der sich durch seine Erard-Mechanik auch besonders gut für romantische und impressionistische Stücke eignet, fand die Interpretin bei der Komposition von Qigang Chen auch Verwendung für den Pleyel von 1937, der ein etwas moderneres Klangspektrum vertritt.
Das Werk von Fazil Say spielten wieder beide Schwestern zusammen. Es war überaus erstaunlich zu beobachten, welch faszinierenden Klänge die beiden Interpretinnen auf ihren Instrumenten hervorbrachten. So fand auch schon einmal ein Buch in der Form Verwendung, als dass es auf die Seiten des Pianos gelegt wurde und so ganz ungewohnte Töne zum Vorschein kamen. Und auch auf der Violine verwendete Huei Chiang so viele unterschiedliche Techniken, dass man hätte meinen können, noch weitaus mehr Instrumente gehört zu haben als eben nur diese beiden. Wie bereits gesagt, stand bei beiden aber nicht allein die (makellose) Technik im Vordergrund, sondern eben besonders auch die Musikalität. Und die hat schließlich dafür gesorgt, dass es nicht nur ein „interessantes“ Konzert war, sondern eben auch ein wunderschönes obendrein, was vom Publikum mit ausgiebigem Applaus belohnt wurde

Ich denke, die zeitgenössische Musik aus Asien und der Türkei hat an diesem Abend einige Liebhaber hinzugewonnen!

Vielen Dank, Huei und Yin Chiang!

Ich wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2018. Ich freue mich schon, Sie wieder im Musikstudio begrüßen zu dürfen! Am 20. Januar findet übrigens schon wieder die nächste Vernissage statt mit Bildern vom Ukrainer Aleksandr Reznichenko. Ich halte Sie selbstverständlich auf dem Laufenden!!

Herzlichst
Gabriele Paqué

Yin-und-Huei-Chiang-und-Gabriele-Paqué-2017


Liebe Freunde der Musik,

Die beiden Schwestern Yin Chiang und Huei Chiang präsentieren ein ganz außergewöhnliches Programm! Ursprünglich aus Taiwan stammend, zog es beide nach Europa, wo sie ihre musikalische Ausbildung vollendeten und nun in Deutschland bzw. Österreich an zahlreichen Projekten, wie etwa in Orchestern, arbeiten.
Zusammen bilden sie ein wunderbares Duo aus Violine und Klavier, das sich nicht nur den Werken allgemein bekannter Komponisten der Kammermusik verschrieben hat, sondern auch zeitgenössische chinesische und türkische Literatur vorführt, der es an klanglicher Schönheit ebenso wenig mangelt wie am exotischen Reiz unkonventioneller Interpretationen für diese beiden Instrumente.

Dies ist das letzte Konzert diesen Jahres im Musikstudio. Ich wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!


Samstag, 25. November 2017

17 Uhr

Blücherstraße 14
53115 Bonn

Programm:

Richard Strauss (1864-1949)
Sonate Es-Dur op. 18 für Violine und Klavier

– Allegro, ma non troppo
– Andante cantabile
– Andante – Allegro

PAUSE

Xiaoyong Chen (*1955 in Peking)
Diary III
Piano solo

 Gesang der Steine
– Wind, Wasser und Schatten

Qigang Chen(*1951 in Shanghai)
Instants D´un Opéra de Pékin
Piano solo

Fazil Say (*1970 in Ankara)
Sonata for Violin and Piano

– Melancholy – Andante Mysterioso
– 
Grotesque – Moderato Scherzando
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Perpetuum Mobile – Presto
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Anonymous – Andante
– 
Melancholy (Da Capo) – Andante Mysterioso

Eintritt: 18,-€ / 10,-€ erm.

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Das Duo Sis

Yin und Huei Chiang sind zwei Schwestern, die zusammen ihre musikalische Ausbildung begannen. Zuerst an der Eliteschule in Taipei (Taiwan) und später am Mozarteum in Salzburg. Obwohl sie oftmals bereits während ihrer Kindheit zusammen konzertiert hatten, fand ihre erste offizielle Performance als Duo während des Luzern Festivals 2006 statt. Seitdem haben sie viele Konzerttourneen unternommen, u.a. in China und Taiwan.

Yin Chiang ist Meisterschülerin von Pierre-Laurent Aimard, Hans Leygraf und Peter Lang. Sie absolvierte ein Diplom-und Magisterstudium im Konzertfach Klavier an der Universität Mozarteum Salzburg und erlangte ihr Konzertexamen an der Musikhochschule Köln. Sie war Stipendiatin u.a. des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Österreich und der Kunststiftung NRW.
Ihren ersten Auftritt als Solistin mit Orchester hatte sie als Elfjährige. Später in Europa trat sie u.a. mit der Salzburger Kammerphilharmonie und dem Kammerorchester Leopoldinum auf. Außerdem wurde sie u.a. zum Festival “Mozartwoche” Salzburg, Lucerne Festival Academy, Klangspuren Festival, Acanthes Festival eingeladen. Sie war die musikalische Leiterin der Produktionen “Die Edelweißpiraten” und “Weiße Rose” in der Spielzeit von 2007 bis 2009 an der Kammeroper Köln. 2012 hat sie “C-Camerata”, ein Ensemble für zeitgenössische Musik, in Taipeh gegründet.

Pressestimmen:

“Yin Chiangs Spiel zeichnet sich durch dasselbe Streben nach Perfektion aus, das auch ihren ehemaligen Lehrer Pierre-Laurent Aimard kennzeichnet […]. Ihr Anschlag ist klar, ihre Phrasierung transparent und doch erfüllt von einer Leidenschaft, die uns auf angemessene Weise den emotionalen Gehalt von C. P. E. Bachs Musik vor Augen führt.”

Hu Gengmin, Chefredakteur der taiwanesischen Fachzeitschrift MUZIK

“Von der Wiegenmusik [von Helmut Lachenmann], die Yin Chiang […] differenziert und kristallklar interpretierte, zeigte er [der Komponist] sich auf Anhieb begeistert […].”

Fabian Hemmelmann in: Zeitschrift der Musikhochschule Köln

“Am Klavier erweist sich […] Yin Chiang als fabelhafte Partnerin. Sie hat Zimmermanns karge, dennoch dichte [Orchester-]Partitur, die auch religiöse Barockmusik zitiert, auf das Klavier reduziert. Sie verfremdet viele Töne oder zupft die Saiten harfenartig.”

Kölner Stadt-Anzeiger vom 5.3.2009 über die Premiere von Udo Zimmermanns Oper Weiße Rose in der Jungen Kammeroper Köln

“[…] technisch makelloses Spiel, große Spielfreude und sehr harmonisch aufeinander abgestimmtes Agieren […]”

Mindener Tageblatt vom 13.6.2006 über ein Konzert des E. T. A. Hoffmann-Trios mit Nina Arnold, Rafael Caldentey Crego und Yin Chiang

yinchiang.com

Huei Chiang wurde 1980 in Taipeh/Taiwan geboren und begann im Alter von vier Jahren ihre musikalische Ausbildung. Als Absolventin renommierter Musikinstitute gewann sie schon als Kind namhafte Violin- und Klavierwettbewerbe in Taipeh. Nach dem Abschluss an der Affiliated Junior High School der National Taiwan University setzte sie 1996 ihr Violinstudium an der Universität Mozarteum Salzburg bei Professor Ruggiero Ricci und seinem Assistenten Chris Nicholls fort. Sie nahm an Meisterkursen von Viktor Pikaizen und Mauricio Fuchs teil, studierte Kammermusik mit dem Hagen Quartett und trat als Geigerin mit dem Leopold Mozart Orchester in Österreich und Deutschland auf. Von 1999 bis 2011 war sie erste Geigerin im Kammerorchester von L’ Emporda, Spanien (Orquestra de cambra de L’Empordà). Parallel dazu setzte sie ihr Diplom-Studium an der Universität Mozarteum Salzburg fort und schloss es im Jahr 2000 mit Auszeichnung ab. 2002 wurde sie zweite Konzertmeisterin des Kammerorchesters von L’Emporda und der Katalanischen Philharmonie (Orquestra Filharmònica de Catalunya). Mit diesen Orchestern trat sie als Solistin u.a. in den USA, Argentinien, Kanada, Malaysia, Indonesien, Singapur, Taiwan, China und auf den Philippinen auf. Huei Chiang erreichte die Endrunden verschiedener internationaler Wettbewerbe. Beim Louise Henriette Wettbewerb in Deutschland wurde sie 2005 mit einem 3. Preis ausgezeichnet und erhielt als Leihgabe eine der italienischen Meister-Violinen der Schweizer Maggini-Stiftung.
2006 erhielt sie eine Einladung zur Teilnahme an der Lucerne Festival Academy (Schweiz). Dort arbeitete sie mit Musikern des Ensemble InterContemporain zusammen und wirkte bei Konzerten und Aufführungen des Lucerne Music Festival unter der Leitung von Pierre Boulez mit. 2007 gründete sie ein Klaviertrio in Köln. Mit ihrem Trio studierte sie zeitgenössische Kammermusik gemeinsam mit Pierre-Laurent Aimard ein. In den Bereich der zeitgenössischen Musik führte sie 2010 auch die Zusammenarbeit mit dem Ensemble DuoPlus (Deutschland). Gemeinsam konzertierte diese Formation im November 2010 in China und Taiwan, u.a. auf Einladung des Shanghaier Konservatoriums zur „Dritten Woche der Neuen Musik“. Diese Konzertreise ermöglichte Huei Chiang nicht nur Konzertauftritte als Geigerin, sondern auch die Leitung von diversen Meisterkursen in China und Taiwan (u.a. am Musikkonservatorium in Wuhan, an der Universität Jinzhou, an der Hangzhou Normal University und am Forum Auditorium in Taipeh).
Neben der Musik hat sie auch ein starkes Interesse an Yoga- Praxis und -Philosophie entwickelt. Im Jahr 2010 wurde sie eine geprüfte Yogalehrerin und begann, in ganz Katalonien ihr eigenes Projekt „Musica Chakra“ vorzustellen: Darin verbindet sie Yoga, Meditation und Stücke für Solovioline von Bach zu einer neuen Einheit, leitet das Publikum als Yogalehrerin an und tritt zudem als Geigerin auf. Im Oktober 2012 nahm sie ihr Masterstudium bei Prof. Harald Herzl an der Universität Mozarteum Salzburg auf und machte 2014 ihren Abschluss mit Auszeichnung. Sie wurde regelmäßig zur Zusammenarbeit mit dem Mozarteumorchester Salzburg eingeladen und war erste Geigerin im Orquesta de Cadaqués (Barcelona, vormaliger Dirigent Laureate Sir Neville Marriner). Neben ihrer Arbeit als Orchestermusikerin ist Chiang seit 2012 auch Mitglied der C-Camerata Taipei, eines Ensembles, das auf einzigartige Weise westliche und östliche Instrumentaltraditionen miteinander verbindet und auf zeitgenössische Musik spezialisiert ist. Im Jahr 2014 wurde sie eingeladen, das Violinkonzert von Brahms mit der Knox-Galesburg Symphony in den USA aufzuführen. Seit 2015 ist Chiang als erste Geigerin Mitglied des Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck. 2017 absolvierte sie ein Postgraduiertenstudium der Barockvioline mit Hiro Kurosaki am Mozarteum Salzburg.

www.hueichiang.com

Ich freue mich auf Ihr Kommen!

Herzlichst
Gabriele Paqué

Hinweis Parken!
Parkmöglichkeiten in Bonn-Poppelsdorf, ca. 10 Gehminuten von der Blücherstraße entfernt! 

Ich wünsche allen eine frohe Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Das Programm des Frühjahrs 2018 wird bald bekanntgegeben.

Samtags ist die Ausstellung von 14-18 Uhr geöffnet.
Nach telefonischer Absprache kann die Ausstellung auch zu anderen Zeiten besichtigt werden.
Blücherstr. 14, 53115 Bonn
Telefon: 0228-41076755

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