Monthly Archives: März 2020

09.05.2020 – KONZERT: Studenten von Prof. Sheila Arnold (HfMT) spielen Beethovens Werke ohne Opuszahlen

  • By paqueklavier
  • Published Samstag, der 7. März 2020
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Liebe Freunde der Musik,

Wie Sie sicherlich bereits wissen, erfreut sich das Musikstudio daran, jungen begabten Studenten immer wieder die Möglichkeit zu geben, vor Publikum auftreten zu dürfen. Dies ist meist bei den Vernissagen der Fall, doch hin und wieder bietet sich das ein oder andere Projekt einer kompletten Klasse einer Hochschule an, aufgeführt zu werden. Zuletzt fand 2019 eine solche Veranstaltung mit Studenten von Prof. Gesa Lücker statt.
Dieses Mal sind wieder Studenten von Prof. Sheila Arnold zu hören und sie haben, passend zum Jahr 2020, ein Projekt rund um die Werke ohne Opuszahlen (WoO) von Beethoven kreiert! Frau Prof. Arnold schreibt hierzu Folgendes:

„Kennen Sie Beethoven?“

Dieser Frage widmete sich die Hochschule für Musik und Tanz Köln bei der Claviernacht am Freitag, den 27. November 2019. Einen Aspekt des umfangreichen Programms präsentieren wir Ihnen ausführlich in unserem Konzert, in dem fast die gesamte Klasse Sheila Arnold zu hören sein wird.
Zahlreiche Werke ohne Opuszahlen (WoO), die zu Beethovens Lebzeiten unveröffentlicht blieben, kennen wir kaum.
Darunter gibt es zum Beispiel Stückchen aus Beethovens Bonner Zeit als Kind und Teenager. Es sind Werke des Lernenden, Experimentierenden, des Neugierigen, Kompositionsübungen im Kontrapunkt, reizende Tanzsätze im Stile der Stücke aus den Notenbüchlein der Familien Bach und Mozart. Auch Gelegenheitswerken für persönliche WidmungsträgerInnen, die deutlich auf die Albumblätter der musikalischen Romantik vorausweisen.
In den vielen Variationswerken ohne Opuszahlen wiederum, erhalten wir eine vage Vorstellung seines Wesens als Pianist, der die Welt erobert.
Kompositorisch durch C. G. Neefe im Sinne C. P. E. Bachs und J. S. Bachs geprägt und durch seine eigene Lust nach Neuerung und Perfektion seiner Claviertechnik (Cembalo, Orgel und insbesondere Fortepiano) pianistisch bestens gewappnet, bekommt er die Chance, das kleine Städtchen Bonn zu verlassen und die Wiener Welt zu erobern. Er nimmt auch Abschied vom Vater, der ihm nach bestem Wissen eine gute Ausbildung ermöglicht hat, ihm aber lange  nicht erlaubt hat, zu improvisieren, da er der Meinung war, es müssen erst einmal die geschriebenen Werke genügend gekonnt sein bevor er den eigenen „Flusen im Kopf“ folgt. Der Drang nach innerer Befreiung und unkonventionellen Erneuerungen war überbordend. Ausgehend von der Mentalität eines musikalisch freigeistigen C. P. E. Bachs erlebt Beethoven in seinen zwanziger und dreißiger Jahren in Wien seine Blütezeit als überragender Pianist, der  in diversen Klavier-Duellen, insbesondere durch seine außergewöhnliche, avantgardistische Improvisationskunst so einigen seiner Kollegen Angst und Schrecken einjagt – sowohl mit seiner raffinierten Spieltechnik und Geschwindigkeit im Allegro, als auch mit seiner Innigkeit und der Beherrschung der Affekte im Adagio, die zuweilen bei seinem Publikum Tränen hervorrufen – die wiederum ihn selbst ob des erwarteten emotionalen Erfolges zum Lachen bringen!


Samstag, 09. Mai 2020

17 Uhr

Blücherstraße 14
53115 Bonn


Programm:

Studenten von Sheila Arnold spielen aus den Werken ohne Opuszahlen

Eintritt: 20,-€, 10,-€ erm.

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Sheila Arnold

Foto: Marion Koell

„Wunder an Klangzauber und Farbigkeit gepaart mit einer souveränen Spielkultur.“
SWR2 Klassikmarkt

​”(…) Ihre Interpretation dieser emotionalen Kompositionen Schuberts dürfte kaum jemanden unberührt lassen.“
Klaus Gehrke, Deutschlandfunk 2016

Sheila Arnolds künstlerisches Selbstverständnis als Pianistin resultiert aus einer stetigen Neugier nach den Möglichkeiten ihres Instruments, wie auch in ihrer letzten CD „Ecoutez!“ mit den Sonatas and Interludes for Prepared Piano von J. Cage sowie Werken von Debussy und Takemitsu zu hören ist.
Ihre jahrzehntelange Beschäftigung mit Fortepianos unterschiedlicher Epochen steht in einem symbiotischen Verhältnis zu ihren Erfahrungen am modernen Konzertflügel. Dank herausragender Erfolge bei internationalen Wettbewerben wie dem Mozartwettbewerb in Salzburg oder dem Concours Clara Haskil sowie zahlreiche Stipendien (wie Studienstiftung des Deutschen Volkes oder Deutscher Musikrat) und Auszeichnungen (wie den Mozartpreis der Mozartgesellschaft Wiesbaden 1995) konnte sie eine internationale Karriere als Pianistin etablieren. Diese führte sie zu Orchestern (Beethovenhalle Orchester, Gürzenichorchester Köln, Orchestre de Chambre de Lausanne) und Dirigenten (Marc Soustrot, Michael Hofstetter, Jesus Lopez- Cobos) in Sälen wie der Berliner Philharmonie, der Kölner Philharmonie, der Liederhalle in Stuttgart, der Leiszhalle Hamburg, Palao de la Musica Valencia und viele andere mehr. Ihre stilistische Vielfalt manifestiert sich in ihren Rundfunk- und CD-Einspielungen. Ihre Aufnahmen bei CAvi-Records erhielten höchste Anerkennung von der internationalen Fachpresse. So wurde ihre CD mit Werken von Brahms (Händelvariationen) und Schumann (Kinderszenen) mit dem französischen „Choc“-Preis ausgezeichnet und ihre letzte CD „Ecoutez!“ fand Eingang in die Longlist des Deutschen Schallplattenpreises.
Zudem ist sie Mitherausgeberin der Neuausgabe der Klavierstücke von Ludwig van Beethoven beim Verlag Wiener Urtext 2020. Sie wurde mehrfach zu Vorträgen über aufführungspraktische Fragen eingeladen. So zum Beispiel für die EPTA Deutschland und dem Symposium „200 Jahre Hammerklaviersonate“ in Siegburg/Bonn.
Sheila Arnold ist Professorin an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, ist als Jurorin tätig und gibt regelmäßig internationale Meisterkurse. Ihre Studierenden sind Preisträger nationaler und internationaler Klavierwettbewerbe.

Hier gelangen Sie zu Ihrer Website.

Ich freue mich auf Ihren Besuch!

Herzlichst
Gabriele Paqué

Hinweis Parken!
Parkmöglichkeiten in Bonn-Poppelsdorf, ca. 10 Gehminuten von der Blücherstraße entfernt! 

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Ankündigung:
Das nächste Konzert findet am 16. Mai 2020 um 17 Uhr statt:
Susanne Herre und Yin Chiang präsentieren “Pour la belle Josephine” – Werke für Mandoline und Klavier von Beethoven, Hummel, Bortolazzi und Feliziano

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Aktuelle Ausstellung: Zu Ehren Beethovens – Eine Sammelausstellung
Samtags ist die Galerie von 14-18 Uhr geöffnet.
Nach telefonischer Absprache kann die Ausstellung auch zu anderen Zeiten besichtigt werden.
Blücherstr. 14, 53115 Bonn
Telefon: 0228-41076755

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ABGESAGT – 27.06.2020 – KONZERT: Joanna Sochacka (Klavier) spielt Werke von L. v. Beethoven, B. Bartók and F. Chopin

  • By paqueklavier
  • Published Montag, der 2. März 2020
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Leider ist dieses Konzerte abgesagt. Wir bemühen uns, dass es einem späteren Termin stattfinden kann.

 

Liebe Musik- und Kunstfreunde,

Vielleicht hatten Sie ja bereits letztes Jahr im Juli das große Glück, diese hervorragende Pianistin hören zu können, als sie im Rahmen des Internationalen Kreutzer Wettbewerbs im Beethoven Kammermusiksaal aufgetreten ist und dabei eine hervorragende Kritik im General Anzeiger erhielt.
Falls dies nicht der Fall ist, dann haben Sie heute die Gelegenheit, Joanna Sochacka im Musikstudio zu erleben! Mit Werken von B. Bartók, F. Chopin und natürlich L. v. Beethoven kann dieser Nachmittag eigentlich nur eine wahre Freude werden!

Zudem ist dies noch einmal eine gute Gelegenheit, die Ausstellung “Ein Lied der Träume” der Künstlerin Natalia Simonenko zu genießen, die nur noch bis zum 4. April andauern wird!

Hier der Artikel zu ihrem letzten Konzert:


Samstag, 27. Juni 2020

17:00 Uhr

im
Musikstudio & Galerie: Gabriele Paqué
Blücherstraße 14
53115 Bonn

Programm:

Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Sonate in A -Dur op. 101
– Allegretto, ma non troppo
– Vivace, alla marcia
– Adagio, ma non troppo, con affetto
– Allegro

Béla Bartók (1881-1945)
Suite ,,In der Freien” Sz. 81

PAUSE

Frédéric Chopin (1810-1849)
24 Préludes op.28

Eintritt: 20,- € / 10,- € ermäßigt

Mit dem ausfüllen der unteren Felder können Sie sich bequem Karten reservieren:

Konzert abgesagt.


Joanna Sochacka

Foto: Ewa Kubiak

Joanna Sochacka studiert derzeit an der Haute École de Musique de Genève bei Fabrizio Chiovetta und promoviert an der Musikakademie von K.G. Bacewicz in Lodz mit Hanna Holeksa. Sie absolvierte ihr Studium an der Musikakademie in Krakau bei Andrzej Pikul (Diplom mit Auszeichnung).
Joanna ist bereits eine sehr erfolgreiche darstellende Künstlerin. Bisher spielte sie in Ländern wie Israel, Frankreich, der Schweiz, Österreich, den USA, Moldawien, Estland, Italien, Spanien, England, der Tschechischen Republik und Deutschland. Sie spielte in vielen renommierten Konzertsälen in Polen und im Ausland, darunter in der Carnegie Hall in New York, in der Royal Albert Hall in London, in der Sala cu’Orga in Moldawien, in der Liszt Concert Hall in Raiding, in der National Philharmonic Hall in Warschau und im National Forum of Music in Wroclaw , Philharmonie in Lodz, Philharmonie in Kielce, Philharmonie in Krakau, Villa Atma in Zakopane sowie im Frederic Chopin Museum in Tamka in Warschau. Sie nimmt regelmäßig an vielen internationalen Klavierfestivals teil, darunter das Internationale Klavierfestival in Krakau, das Festival „August der Talente“ in Katowice, das Festival „Sommermusik“ in Przemysl sowie das Festival „Chopin-Abende“ in Warschau.
Joanna ist Preisträgerin zahlreicher internationaler und nationaler Klavierwettbewerbe, darunter des IV. Internationalen Klavierwettbewerbs “Ischia” in Neapel (II. Preis), des Golden Classical Music Awards in New York (II. Preis) und des Internationalen Chopin-Klavierwettbewerbs in Szafarnia (III Preis), Grand Prize Virtuoso London (I Preis), Emma Altberg Wettbewerb in Lodz (I Preis), Internationaler Chopin Wettbewerb in Narva, Estland (Auszeichnung und Sonderpreis), Internationaler Moritz Moszkowski Klavierwettbewerb in Kielce (II. Preis) Preis), Internationaler Juliusz Zarębski Wettbewerb in Warschau (II Preis), Halina Czerny-Stefańska Chopin Klavierwettbewerb in Krakau (I Preis) und Internationaler Klavierwettbewerb in Castellana Grotte, Italien (I Preis) sowie des Akademiekonzertwettbewerbs in Krakau (I Preis und Debütantin des Krakauer Philharmonischen Orchesters).
Sie erhielt Stipendien diverser Stiftungen und von 2008 bis 2012 wurde sie vom polnischen Nationalfonds für talentierte Kinder unterstützt. Sie erhielt mehrere “Sapere auso” -Preise für talentierte Musiker (2009, 2010, 2011, 2016), ein Dartington Trust-Stipendium (2007, 2013), ein Stipendium des Institute of Adam Mickiewicz (2010), der Julian Cochran Foundation (2019) und Rita Zimmermann Musik-Stiftung (2019). Sie erhielt Stipendien für sehr angesehene Meisterklassen, darunter das Musikfestival ,,Music Summer”in Dartington (2013), die Internationalen Meisterklassen für Klavier in Malaga (2015) und die Tel Hai-Meisterklassen für Klavier in Israel (2017).
Darüber hinaus nahm sie an zahlreichen Meisterkursen teil und vertiefte ihre Fähigkeiten bei vielen hervorragenden Lehrern, darunter Dmitrij Bashkirov, Jura Margulis, Jean Marc Luisada, Dina Yoffe, Anna Malikova, Kevin Kenner, Tatiana Zelikman, Ronan O’Hora, Victor Derevianko, Daniel Blumenthal und Aquiles Delle Vigne, Janusz Olejniczak, Akiko Ebi, Paul Badura-Skoda, Victor Derevianko, Tamas Ungar, Joaquín Soriano, Ralf Nattkemper, Andrzej Jasinski, Piotr Paleczny, Stanisław Tichonow, Uta Way und Waldemar Wojtal, Vida Vujic Konstino Tamara Stefanowitsch, Carlos Cebro, Elza Kolodin und Lilja Zilberstein.


 

Ich freue mich auf Ihren Besuch!

Herzlichst
Gabriele Paqué

Hinweis Parken!
Parkmöglichkeiten in Bonn-Poppelsdorf, ca. 10 Gehminuten von der Blücherstraße entfernt!

 

Aktuelle Ausstellung: Natalia Simonenko präsentiert “Ein Lied der Träume”
Samtags ist die Galerie von 14-18 Uhr geöffnet.
Nach telefonischer Absprache kann die Ausstellung auch zu anderen Zeiten besichtigt werden.
Blücherstr. 14, 53115 Bonn
Telefon: 0228-41076755

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Update 01.03.2020 – Fotos vom KONZERT: Dr. Axel Schröter (Lesung) und Yizhuo Meng (Klavier): Musikalischer Vortrag über den Einfluss August von Kotzebues auf das Werk von L. v. Beethoven

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  • Published Sonntag, der 1. März 2020
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Liebe Musik- und Literaturfreunde,

Am 29. Februar 2020 fand der Vortrag zum Thema August von Kotzebue und Beethoven statt, der von Dr. Axel Schröter gehalten wurde
Es mag für viele Beethoven-Enthusiasten heutzutage eine kleine Überraschung sein, aber Beethoven war, wie viele andere Komponisten dieser Zeit auch, sehr daran interessiert, dass der damals weltberühmte Dramaturg August von Kotzebue ein Stück schreibt, zu dem er seine Musik komponieren konnte. Dass dies letztendlich etwas in der Geschichte untergegangen ist, hat verschiedene Gründe. So entstand tatsächlich nur eine Komposition in direkter Zusammenarbeit mit Kotzebue, die nie eine große Berühmtheit erlangte. Kotzebue selbst hatte in seinen späteren Jahren zudem mit sehr viel Kritik zu kämpfen, gehörte er doch mit seiner Unterstützung der Monarchie noch zur alten Garde. Dies reichte sogar soweit, als dass er eines Tages, vor den Augen seines Sohnes, von einem Burschenschaftler gemeuchelt wurde.

Nichts desto trotz verteidigte Beethoven stets das Werk Kotzebues und allein deswegen sollte man sich heutzutage mit seinen Werken doch wieder etwas vermehrt auseinander setzen.

Ergänzt wurde der Vortrag durch die Musik von Yizhuo Meng, die am Klavier das selten gespielte Stück “Die Ruinen von Athen” von Beethoven aufführte, welches er für Kotzebue verfasste. Es folgte zudem die Klavier Sonate Nr. 26 “Das Lebewohl” sowie zum Schluss eine Bearbeitung Franz Liszts von “Die Ruinen von Athen”. Wer des Öfteren bereits im Musikstudio war oder hier sogar Klavierunterricht nimmt, der weiß, dass Frau Meng eine herausragende Pianistin ist, wie sie es auch an diesem Abend wieder unter Beweis gestellt hat.

Ein sehr informativer Abend, der die Zuhörer wieder in die Zeit Beethovens versetzte, wobei diese Epoche diesmal unter einer viel mehr literarischen Beleuchtung zu Antlitz trat. Als Ehrengast war zudem Otto von Kotzebue, der Ururenkel von August von Kotzebue, extra aus München angereist!


Liebe Musik- und Literaturfreunde,

Zuletzt hatten wir am 23. März 2019 den 200. Todestag des berühmten Dramatikers und Schriftstellers August von Kotzebue gefeiert. Nun, zur Feier des 250. Geburtsjahres Ludwig van Beethovens haben der Musikwissenschaftler Dr. Axel Schröter und die Pianistin Yizhuo Meng, die übrigens auch im Musikstudio unterrichtet, ein hochinteressantes Programm für uns vorbereitet.
So war es nicht selten, dass sich die berühmtesten Komponisten dieser Epoche darum rissen, für August von Kotzebue Musik zu schreiben. Schließlich war August von Kotzebue zu seiner Zeit eine Weltberühmtheit und die Gelegenheit, die eigene Musik seinen Werken zu widmen, versprach großen Ruhm! Dr. Schröter beschreibt seinen Vortrag folgendermaßen:

Kotzebue und Beethoven

Im Zuge der Monumentalisierung und Heroisierung Beethovens im 19. Jahrhundert, die zeitlich parallel zur literarischen und nationalen Demontage Kotzebues verlief, wird leicht vergessen, dass Beethoven nicht nur Goethe, Schiller und Shakespeare las und bisweilen vertonte, sondern dass er wohl sehr viel öfter zu Texten heute weitgehend marginalisierter Autoren griff.
Der prominenteste unter diesen ist August von Kotzebue gewesen, der zu Lebzeiten als Dramatiker eine sehr viel größere Popularität als die Weimarer Klassiker genoss. Kotzebues Texte inspirierten Beethoven offenbar derartig, dass er, nachdem er die Schauspielmusiken zu „König Stephan“ und „Die Ruinen von Athen“ komponiert hatte, an Kotzebue mit der Bitte herantrat, er möge für ihn auch ein Opernlibretto verfassen.
Dazu kam es bekanntlich nicht. Dennoch bleibt zu konstatieren, dass die Schauspielmusik zu Kotzebues „Die Ruinen von Athen“ seine umfangreichste geworden ist. Warum sie im Kontext eines späteren Hochkulturdenkens, über das sich die Bildungseliten zunehmend definierten, in Vergessenheit geraten musste und daran selbst die Textüberarbeitung Hugo von Hofmannsthals noch Liszts Fantasien über „Die Ruinen von Athen“ etwas änderten, wird u.a. im Rahmen des Vortrags thematisiert werden.

Freuen Sie sich auf einen literarischen wie auch musikalischen Hochgenuss!


Samstag, 29. Februar 2020

17:00 Uhr

im
Musikstudio & Galerie: Gabriele Paqué
Blücherstraße 14
53115 Bonn

Programm:

Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Marcia alla turca (Die Ruinen von Athen)

Vortrag von Dr. Axel Schröter

Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Klavier Sonate Nr. 26 in Es-Dur, op.81 a
I Das Lebewohl
– Adagio
– Allegro

PAUSE

Vortrag von Dr. Axel Schröter

Franz Liszt (1811-1886)
Über Motive aus Beethovens “Die Ruinen von Athen” für Klavier
Allegro moderato

Eintritt: 18,- € / 10,- € ermäßigt

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Dr. Axel Schröter

geb. 1965, Wolfhagen (Hessen)

Studium der Musikwissenschaft, Schulmusik (instrumentales Hauptfach: Klavier), Deutschen Philologie, Philosophie und Pädagogik an der Hochschule für Musik Detmold / Universitat Paderborn sowie an der Universität Kassel

Lehrer: Prof. Dr. Detlef Altenburg, Prof. Dr. Arno Forchert, Prof. Dr. Adolf Nowak, Prof. Dr. Klaus Kropfinger (Musikwissenschaft); Prof. Dr. H.-G. Bastian, Prof. Dr. W. Fischer (Musikpädagogik); M. Keönch, Birgitta Wollenweber (Klavier); Prof. Dr. F. Apel (Deutsche Philologie); Prof. Dr. R. Piepmeier (Philosophie)

Promotion zum Dr. phil., Detmold-Paderborn 1996

Referendariat für das Lehramt an Gymnasien, Wiesbaden 1996‒1998

Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Liszt-Projekt der Universität Regensburg 5/1998‒4/1999; Träger: Universität Regensburg

Angestellter am Sudetendeutschen Musikinstitut Regensburg 5/1998‒4/1999; Träger: Bezirk Oberpfalz

Musikredakteur im Lektorat bei Orfeo International München 5/1999‒4/2000

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Thüringischen Staatsarchiv Rudolstadt, Schloss Heidecksburg 5/2000‒10/2004; Träger: Land Thüringen

Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Sonderforschungsbereich 482 der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Teilprojekt C 8: Musik und Theater 7/2001‒6/2004; Träger: Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG

Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Archiv der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar / Thüringischen Landesmusikarchiv 11/2004‒2/2010; Träger: Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG

Wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Projekt “Theater und Musik in Weimar von der Ära Hummel bis 1918”, 5/2009‒9/2012; Träger: Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG

http://www.theaterzettel-weimar.de/projektpartner.html

Wissenschaftlicher Mitarbeiter in Forschung, Lehre und Verwaltung am Musikwissen-schaftlichen Institut Weimar | Jena (Lehrstuhl Prof. Dr. D. Altenburg), 3/2010‒9/2012; Träger: HfM FRANZ LISZT Weimar

Akademischer Rat  a. Z. für historische und systematische Musikwissenschaft am Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Universität Bremen, seit 10/2012; Träger: Universität Bremen

Habilitation: Studien und Quellen zu Musik und Theater am Weimarer Hof
Venia legendi für das Fachgebiet Musikwissenschaft
Privat-Dozent der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar

Yizhuo Meng

Yizhuo Meng wurde 1996 in Hebei, China geboren. Mit fünf Jahren erhielt sie ihren ersten Klavierunterricht. Bereits im Alter von acht Jahren belegte sie den ersten Platz beim „XingHai“ Klavierwettbewerb in Zhangjiakou. Im Jahre 2008 vertiefte Yizhuo Meng ihre musikalischen Fähigkeiten an dem Central Conservatory of Music in Peking. Während dieser Zeit gewann sie Wettbewerbe in China, u.a. den 3. Platz der „Thomas and Evon Cooper Competition“ in Peking.
4 Jahre später reiste Yizhuo nach Deutschland, um weitere musikalische Impulse zu erhalten. Sie studierte am International College of Music in Hamburg bei Prof. Delphine Lizé im Zeitraum 2012-2013. Im weiteren Verlauf erhielt sie 2013 einen Studienplatz an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln, an welcher sie bis heute zusammen mit Prof. Gesa Lücker arbeitet. Während ihres Studiums erweiterte sie ihre Kenntnisse im Bereich der Alten Musik mit Prof. Gerald Hambitzer und auch Neuen Musik mit Tamara Stefanovich und Prof. Pierre-Laurent Aimard.
Ihre musikalischen Fähigkeiten vertiefte sie auch bei zahlreichen Meisterkursen (Jerome RoseFabio Bidini, Eduard Zilberkant, Dimitri AlexeevAlexander Kobrin u.a.). Im Juni 2015 spielte Yizhuo ihr erstes Solokonzert an der Rubinstein Akademie in Düsseldorf. Im gleichen Zeitraum gewann sie den zweiten Preis der „International Piano Competition“ in Val Tidone (Italien). Im Jahr 2016 gewann sie den den 5. Preis des „Karlrobert-Kreiten-Klavierwettbewerb“ in der Hochschule für Musik und Tanz Köln und den 2. Preis des „McKenzie Awards“ in New York. Zuletzt gewann sie 2019 den 2. Preis der “Piano Loop Competition” in Split, Kroation.
Yizhuo Meng ist seit April 2016 Stipendiatin der „Live-Music-Now Köln e.V.“ als Klavier-Duo Ensemble mit Franziska Staubach, Sie studiert seit Oktober 2017 “Master of Music” mit Hauptfach Klavier in der HfMT-Köln bei dem ungarischen Pianisten István Lajkó und auch als Privatschülerin bei dem italienischen Pianisten Gabriele Leporatti.


 

Ich freue mich auf Ihren Besuch!

Herzlichst
Gabriele Paqué

Hinweis Parken!
Parkmöglichkeiten in Bonn-Poppelsdorf, ca. 10 Gehminuten von der Blücherstraße entfernt!

 

Das nächste Konzert findet am 21. März 2020 um 17:00 Uhr statt:
Joanna Sochacka (Klavier) spielt Werke von L. v. Beethoven, B. Bartók und F. Chopin

Aktuelle Ausstellung: Natalia Simonenko präsentiert “Ein Lied der Träume”
Samtags ist die Galerie von 14-18 Uhr geöffnet.
Nach telefonischer Absprache kann die Ausstellung auch zu anderen Zeiten besichtigt werden.
Blücherstr. 14, 53115 Bonn
Telefon: 0228-41076755

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