04.05.2019 – KONZERT und LESUNG: Frühlingsgefühle – Musik mit Lesung aus der “Kreutzersonate” von Tolstoi. Das Duo Sis präsentiert Werke Beethovens für Violine und Klavier.

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Frühlingsgefühle – Musik mit Lesung aus der “Kreutzersonate” von Tolstoi

Liebe Freunde der Musik und Literatur,

Heute findet wieder ein außergewöhnliches Konzert statt, das Beethovens Musik mit der Literatur von L. N. Tolstoi verbindet. Das Duo Sis, bestehend aus Yin Chiang (Klavier) und Huei Chiang (Violine) tritt bereits zum zweiten Mal im Musikstudio auf, nachdem es 2017 bereits seinen ersten sehr erfolgreichen Auftritt im Musikstudio feierte. Die literarische Gestaltung des Programms übernimmt Dr. Marc Hermann.
Mittelpunkt dieses Abends ist die Kreutzer-Sonate von Beethoven, der sich im Medium der Literatur auch Tolstoi gewidmet hat. Beethoven komponierte die Sonate 1803, wobei sie zunächst den Titel “Sonata per il Pianoforte ed uno violino obligato in uno stile molto concertante come d’un concerto” trug. Gewidmet hatte er die Sonate George Augustus Polgreen Bridgetower (1778 – 1860), einem aus Polen stammenden und in England lebenden Stargeiger mit afrikanischen und deutschen Wurzeln. Kennengelernt hatten sich Beethoven und Bridgetower, als sie 1803 in Wien zusammen auftraten und Beethoven offensichtlich von seinem Können sehr begeistert war. Die Widmung lautet “Sonata mulattica composta per il mulatto Brischdauer [Bridgetower], gran pazzo e compositore mulattico” (Mulatto-Sonate, komponiert für den Mulatten Brischdauer, den großen Verrückten und mulattischen Komponisten).
Die 1889 erschienene Novelle Tolstois ist ein Plädoyer für das Ideal der sexuellen Abstinenz und eine erschütternde Beschreibung einer Ehehölle. Eindringlich berichtet der Protagonist Pozdnyshev davon, wie er sich in einen Eifersuchtswahn hineinsteigert, der schließlich zur Ermordung seiner Frau führt.
Ebenfalls auf dem Programm steht die sog. Frühlingssonate von Beethoven, die er 1801 komponierte. Sie war Graf Moritz von Fries gewidmet, einem Mäzen, dem Beethoven auch zwei andere Werke desselben Jahres widmete – das Streichquintett C-Dur und die vierte Violinsonate – sowie seine spätere siebte Sinfonie. Freuen Sie sich also auf einen musikalischen Einstieg in den Frühling voller wilder Leidenschaft und Lebenslust!


Samstag, 04. Mai 2019

17 Uhr

Blücherstraße 14
53115 Bonn

Programm:

Lesung: Die Kreutzer-Sonate von Tolstoi

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
Violinsonate Nr. 5 in F Dur, Op. 24 (Frühlingssonate)

1. Allegro
2. Adagio molto espressivo
3. Scherzo: Allegro molto
4. Rondo: Allegro ma non troppo

Pause

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
Violinsonate Nr. 9 A Dur, Op. 47 (Kreutzer-Sonate)

1. Adagio sostenuto – Presto
2. Andante von Variazioni
3. Finale. Presto

Eintritt: 18,- € / 10,- € erm.

Mit dem ausfüllen der unteren Felder können Sie sich bequem Karten reservieren:

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Das Duo Sis

Yin und Huei Chiang sind zwei Schwestern, die zusammen ihre musikalische Ausbildung absolvierten: zuerst an der Eliteschule in Taipei (Taiwan) und später am Mozarteum in Salzburg. Obwohl sie oftmals bereits während ihrer Kindheit zusammen konzertiert hatten, fand ihre erste offizielle Performance als Duo während des Luzern Festivals 2006 statt. Seitdem haben sie viele Konzerttourneen unternommen, u.a. in China und Taiwan.

Yin Chiang ist Meisterschülerin von Pierre-Laurent Aimard, Hans Leygraf und Peter Lang. Sie absolvierte ein Diplom-und Magisterstudium im Konzertfach Klavier an der Universität Mozarteum Salzburg und erlangte ihr Konzertexamen an der Musikhochschule Köln. Sie war Stipendiatin u.a. des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Österreich und der Kunststiftung NRW.
Ihren ersten Auftritt als Solistin mit Orchester hatte sie als Elfjährige. Später in Europa trat sie u.a. mit der Salzburger Kammerphilharmonie und dem Kammerorchester Leopoldinum auf. Außerdem wurde sie u.a. zum Festival “Mozartwoche” Salzburg, Lucerne Festival Academy, Klangspuren Festival, Acanthes Festival eingeladen. Sie war die musikalische Leiterin der Produktionen “Die Edelweißpiraten” und “Weiße Rose” in der Spielzeit von 2007 bis 2009 an der Kammeroper Köln. 2012 hat sie “C-Camerata”, ein Ensemble für zeitgenössische Musik, in Taipeh gegründet.

Pressestimmen:

“Yin Chiangs Spiel zeichnet sich durch dasselbe Streben nach Perfektion aus, das auch ihren ehemaligen Lehrer Pierre-Laurent Aimard kennzeichnet […]. Ihr Anschlag ist klar, ihre Phrasierung transparent und doch erfüllt von einer Leidenschaft, die uns auf angemessene Weise den emotionalen Gehalt von C. P. E. Bachs Musik vor Augen führt.”

Hu Gengmin, Chefredakteur der taiwanesischen Fachzeitschrift MUZIK

“Von der Wiegenmusik [von Helmut Lachenmann], die Yin Chiang […] differenziert und kristallklar interpretierte, zeigte er [der Komponist] sich auf Anhieb begeistert […].”

Fabian Hemmelmann in: Zeitschrift der Musikhochschule Köln

“Am Klavier erweist sich […] Yin Chiang als fabelhafte Partnerin. Sie hat Zimmermanns karge, dennoch dichte [Orchester-]Partitur, die auch religiöse Barockmusik zitiert, auf das Klavier reduziert. Sie verfremdet viele Töne oder zupft die Saiten harfenartig.”

Kölner Stadt-Anzeiger vom 5.3.2009 über die Premiere von Udo Zimmermanns Oper Weiße Rose in der Jungen Kammeroper Köln

“[…] technisch makelloses Spiel, große Spielfreude und sehr harmonisch aufeinander abgestimmtes Agieren […]”

Mindener Tageblatt vom 13.6.2006 über ein Konzert des E. T. A. Hoffmann-Trios mit Nina Arnold, Rafael Caldentey Crego und Yin Chiang

yinchiang.com

Fotografin: Shirley Suarez

Huei Chiang wurde 1980 in Taipeh/Taiwan geboren und begann im Alter von vier Jahren ihre musikalische Ausbildung.
Sie absolvierte mit Auszeichnung ein Diplom- und Masterstudium im Fach Violine an der Universität Mozarteum Salzburg bei Ruggiero Ricci, Chris Nicholls und Harald Herzl sowie ein Postgraduiertenstudium der Barockvioline mit Hiro Kurosaki. Sie nahm an Meisterkursen von Viktor Pikaizen und Ingolf Turban teil und studierte Kammermusik mit dem Hagen Quartett.
Von 1999 bis 2011 war sie erste Geigerin im Kammerorchester von L’ Emporda, Spanien (Orquestra de cambra de L’Empordà). Beim Louise Henriette Wettbewerb in Deutschland gewann sie 2005 einen 3. Preis. Sie wurde regelmäßig zur Zusammenarbeit mit dem Mozarteumorchester Salzburg eingeladen und war erste Geigerin im Orquesta de Cadaqués unter Leitung von Sir Neville Marriner (Barcelona).
Neben ihrer Arbeit als Orchestermusikerin ist Chiang seit 2012 auch Mitglied der C-Camerata Taipeh, eines Ensembles, das auf einzigartige Weise westliche und östliche Instrumentaltraditionen miteinander verbindet und auf zeitgenössische Musik spezialisiert ist. Seit 2015 ist sie erste Geigerin des Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck.

www.hueichiang.com

Ich freue mich auf Ihren Besuch!

Herzlichst
Gabriele Paqué

Hinweis Parken!
Parkmöglichkeiten in Bonn-Poppelsdorf, ca. 10 Gehminuten von der Blücherstraße entfernt! 

Das nächste Konzert findet am 18. Mai 2019 statt.
Sara De Ascaniis und Georgy Voylochnikov spielen vierhändig am Klavier Werke von F. Schubert, C. Debussy und J. Brahms

Aktuelle Ausstellung von Máro
Samtags ist die Galerie von 14-18 Uhr geöffnet.
Nach telefonischer Absprache kann die Ausstellung auch zu anderen Zeiten besichtigt werden.
Blücherstr. 14, 53115 Bonn
Telefon: 0228-41076755

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