Monthly Archives: August 2020

Update 30.08.2020 – Photos from the CONCERT: “Kurt, Weill er mehr ist ….” – with Simone Hirsch (soprano), Ira Givol (cello) and Nare Karoyan (piano)

  • By paqueklavier
  • Published Tuesday August 4th, 2020
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Simone Hirsch und Nare Karoyan

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Update 30.08.2020

Liebe Freunde der Musik,

Am Samstag, den 29.08.2020, fand das erste Konzert seit Ausbruch der Corona Pandemie wieder in unseren Räumlichkeiten statt und wir können einstimmig mit unseren Gästen bestätigen, dass es schöner nicht hätte kommen können!
Trotz der Absage des Cellisten Ira Givol, der leider aufgrund der Ausreisebeschränkungen in Brüssel bleiben musste, gelang der Sängerin Simone Hirsch und der Pianistin Nare Karoyan ein bezaubernd schönes und sinnliches Konzert, das gespickt war mit humorigen Passagen wie auch mit tiefsinnigen Melodien. Gepaart war dieses Konzert mit der stimmigen Performance von Simone Hirsch, die gekonnt die Stimmung der Stücke und der Charaktere, die sie erklingen ließ, mit ihrem schauspielerischem Talent in Verbindung brachte. Abseits der klassischen Aufführungspraxis für Gesang spielte sie beispielsweise ebenso überzeugend einen Trunkenbold, der mit steigender Strophe auch seinen oder ihren steigenden Pegel besang. Oder sie sang das Moritat vom Mörder Mackie Messer aus der Dreigroschenoper von Bertolt Brecht, dem sie gleichermaßen die Verschlagenheit und Tragik einer solchen Geschichte einhauchte. In diesem Zusammenhang muss außerdem auch auf die hervorragende Gesangkunst von Simone Hirsch verwiesen werden, die es versteht, einen wunderschönen Klang zu produzieren, ohne dabei das Vibrato überzustrapazieren, was beispielsweise besonders wundervoll klingt, wenn sie aus einem starken Vibrato heraus im Ton ihre Technik wechselt und die Note in einem sanften, warmen und klaren Klang enden lässt. Dies sind Momente, die Gänsehautstimmung erzeugen!

Simone Hirsch und Nare Karoyan

Ebenso überzeugend wie Simone Hirsch war ihre Liedbegleitung Nare Karoyan auf dem Klavier, die an diesem Nachmittag auf unserem historischen Flügel von Pleyel konzertierte. Sie versteht es meisterhaft, die Stimmung der Sängerin mit ihrem Spiel sehr feinfühlig zu untermalen und so den Effekt eines Stücks zu maximieren. So traten beide Musikerinnen als eine Einheit auf, die der eigentlichen Musik den hauptsächlichen Stellenwert einräumte. Besonders hervorzuheben ist auch noch das “Intermezzo” Nare Karoyans, die zwischen zwei sehr belebenden Gesängen die “Sechs kleinen Klavierstücke (Opus 19)” von Arnold Schönberg rezitierte. Wer meint, dass Schönberg ein viel zu moderner Komponist ist, als dass seine Stücke eine beruhigende, gar meditative Stimmung haben könnten, der sollte unbedingt das Spiel dieser hervorragenden Pianistin zu Gehör bekommen. Als ehemalige Schülerin von Pierre-Laurent Aimard ist sie nämlich eine ausgewiesene Expertin für moderne Musik.

Simone Hirsch und Nare Karoyan

Wir bedanken uns von ganzem Herzen für dieses wunderbare Konzert bei den beiden herausragenden Musikerinnen sowie bei Sabine Krasemann von Liedwelt Rheinland für die Organisation und nicht zuletzt natürlich bei dem, wie immer hoch interessierten und aufmerksamen, Publikum!

 


Liebe Freunde der Musik,

Es ist wieder soweit!! Das Musikstudio feiert das erste Konzert seit Ausbruch der Corona Pandemie und dies mit einem Ausrufezeichen, denn es handelt sich auch gleichzeitig um die Finissage der Beethoven-Ausstellung!

In Kooperation mit Liedwelt Rheinland veranstalten wir einen Liederabend rund um Kurt Weill im Rahmen des Liedsommers 2020. Das Konzept stammt von der Sängerin Simone Hirsch, das Sie in diesem Interview mit ihr auch nochmal etwas näher vorgestellt bekommen. Über das Konzert schreibt Liedwelt Rheinland folgendes:

Ein Student von Humperdinck und Busoni, der wie selbstverständlich zwischen Synagoge, Bierkeller, Ku’damm und Broadway lebte, der das Berlin der 20er, das Paris der 30er und die USA der 40er mitprägte, der Komponist von Youkali, dem Ort, in dem man glücklich und sorglos sein könnte, wenn er existieren würde.
All das und vieles mehr war Kurt Weill. Dass so eine schillernde Persönlichkeit im Dritten Reich nicht willkommen war, kann man sich denken…

Aufgrund der geltenden Auflagen können leider nicht so viele Zuhörer wie üblich das Konzert besuchen, weshalb es an diesem Tag gleich zwei Mal stattfinden wird!

Bitte beachten: Ein Besuch des Konzerts ist nur mit einer Sitzplatzreservierung möglich! Falls das Konzert für einen Termin bereits ausgebucht ist, werden wir Sie darüber informieren und Ihnen gegebenenfalls den anderen Termin anbieten. Da die Veranstaltung mit einem erhöhten Aufwand verbunden ist, hat sich der Preis um 10,- € auf 30,- € erhöht.
Bis zu den Sitzplätzen gilt Maskenpflicht!


Samstag, 29. August 2020

17 Uhr: 1. Vorstellung
20 Uhr: 2. Vorstellung

Blücherstraße 14
53115 Bonn

Programm:

Glaube – Studium – Cellosonate
Kiddush
Erster Satz Cellosonate

Berliner Phase – Frankreich – Lotte
Berlin im Licht
Alabama song
Speak low
Je ne t’aime pas

Krieg – Amerika
Dritter Satz Cellosonate
How can you tell an American
Lost in the stars
There’ll be life, love and laughter

Lebensende – Nachruf – Das Paradies
Zweiter Satz Cellosonate
Youkali

Alle Werke von Kurt Weill!

Eintritt: 30-€

Anmeldung 17 Uhr

Mit dem ausfüllen der unteren Felder können Sie sich bequem Karten vorreservieren:

Name (benötigt)

Anzahl der Personen (benötigt)

Telefon (optional)


________________________________________

Anmeldung 20 Uhr

Mit dem ausfüllen der unteren Felder können Sie sich bequem Karten vorreservieren:

Name (benötigt)

Anzahl der Personen (benötigt)

Telefon (optional)



Ich freue mich auf Ihren Besuch!

Herzlichst
Gabriele Paqué

Hinweis Parken!
Parkmöglichkeiten in Bonn-Poppelsdorf, ca. 10 Gehminuten von der Blücherstraße entfernt! 

Aktuelle Ausstellung: “Zu Ehren Beethovens – Eine Sammelausstellung”
Samtags ist die Galerie von 14-18 Uhr geöffnet.
Nach telefonischer Absprache kann die Ausstellung auch zu anderen Zeiten besichtigt werden.
Blücherstr. 14, 53115 Bonn
Telefon: 0228-41076755

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Update 23.08.2020 – Photo of the event: “The history of the clarinet” – A musical lecture by our new teacher Lisa Shklyaver (in German)

  • By paqueklavier
  • Published Monday August 3rd, 2020
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Foto: Johannes Paqué

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Liebe Freunde der Musik,

Am Samstag, den 22. August 2020 fand der Einführungsvortrag unserer neuen Lehrkraft Lisa Shklyaver statt, der von der Geschichte der Klarinette handelte. Hierfür hatte sie aus ihrer Sammlung gleich ein ganzes Sortiment an verschiedensten Klarinetten mitgebracht, die in ihrer Bauweise sehr schön die Evolution dieses noch relativ neuen Instruments nachvollziehen lassen.
Ihren eigentlichen Ursprung fand die Klarinette um 1700 in einem Instrument, das noch viel mehr einer kurzen Flöte glich. Doch mit steigender Popularität wuchs auch der Erfindungsreichtum der Instrumentenbauer und so wurde das Instrument nicht nur länger, sondern technisch immer komplexer, wie unschwer an den heutigen Klarinetten mit den sogenannten Klappen zu erkennen ist. Sehr bedeutend waren zudem Wolfgang Amadeus Mozart sowie sein Schwager Carl Maria von Weber, die ihr sodann auch eine immer wichtigere Rolle in ihren Kompositionen zugedacht hatten. Heute sind ein Orchester sowie kleinere Ensembles und auch Solo-Konzerte kaum noch vorstellbar ohne sie und auch für die moderne Musik, insbesondere den Jazz, spielt sie eine wichtige Rolle, entwickelte sich doch das Saxophon aus ihr heraus!

In ihrer umfassenden musikalischen Ausbildung, die Lisa Shklyaver zuerst  in Russland begann und dann in Deutschland fortsetzte, erwarb sie neben ihrem Klarinettenstudium auch umfangreiche Kenntnisse für den Blockflöten- und Saxophonunterricht. Ihre Spezialisierung auf die Geschichte der Klarinette und damit einhergehend der alten Aufführungspraxis hat sie zudem zu einer ausgewiesenen Expertin für historische Klarinetten gemacht. Somit ist es uns eine große Freude und Ehre, sie als Lehrerin für alle 3 Instrumente in unserem Musikstudio gewonnen zu haben.

Lisa Shklyaver unterrichtet immer Montags von 15:00 bis 20:00 Uhr im Musikstudio.


Liebe Freunde der Musik,

Das Musikstudio erweitert sein musikalisches Repertoire. Wir stellen unsere neue Lehrerin für Klarinette Lisa Shklyaver vor. Die aus Russland stammende Klarinettistin tritt weltweit als Solistin, unter anderem mit der Anima Eterna Brügge, in den bedeutendsten Konzertsälen auf.
Das Musikstudio und Frau Shklyaver laden ein zu einem einstündigen Vortrag über das Instrument Klarinette – seine Geschichte, Entwicklung und ihren Klang.

Lisa Shklyaver schreibt ihren Vortrag Folgendes:

“Was wissen wir über eine Klarinette? Sie gehört zur Gruppe der Holzblasinstrumenten, ist aus Holz gebaut und hat viele Klappen. Sie hört man im Symphonieorchester sowie als Teil eines Kammermusikensembles oder einer Blaskapelle. Jedoch gehen die Eigenschaften und Charakteristiken dieses Instrumentes viel weiter darüber hinaus.
Im Laufe ihrer Geschichte hat die Klarinette viele Experimente, glückliche und auch traurige Momente erlebt. Es gab einige Klarinetten die bald nach ihrer Geburt in Vergessenheit geraten sind und heutzutage gar nicht mehr existieren. Man kann sie als ein Ausstellungsstück in Museen beschauen, aber nie wieder wird man ihren ursprünglichen Klang vernehmen können. Es gibt auch Klarinetten, die sich gerade aufgrund der ganzen Turbulenz um ihre Geschichte überhaupt derart entwickeln konnten. Die moderne Musikwelt wäre ohne sie unvorstellbar.
Wie inspirierend kann der Klang einer Klarinette sein? Aus der Freundschaft eines Komponisten und eines Klarinettenvirtuosen haben sich geniale Werke der Kammermusik ergeben. Liebevoll, zart, feurig, unruhig, zornig, rufend, leidenschaftlich – all das und noch viel mehr kann Klarinette – ein Instrument einer relativ kurzen aber gleichzeitig sehr spannenden Entwicklungsgeschichte.”

Der Eintritt ist frei! Der Vortrag findet einmal um 15:00 Uhr und um 17:00 Uhr statt.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist nur möglich mit einer Vorherigen Anmeldung!
Es gilt Maskenpflicht bis zu den Sitzplätzen!


Samstag, 22. August 2020

15:00 und 17:00 Uhr

im
Musikstudio & Galerie: Gabriele Paqué
Blücherstraße 14
53115 Bonn

Anmeldung zum Vortrag um 15:00 Uhr:

Name (benötigt)

Anzahl der Personen (benötigt)

Telefon (optional)

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Anmeldung zum Vortrag um 17:00 Uhr:

Name (benötigt)

Anzahl der Personen (benötigt)

Telefon (optional)


Lisa Shklyaver

Foto: Pressiana Petia

Lisa Shklyaver gehört zu den interessantesten Musikinterpreten ihrer Generation. Sie ist im Bereich „Historische Aufführungspraxis“ von  frühklassischen Werken bis zum Repertoire des 21. Jahrhunderts sowohl musikalisch als auch mit entsprechenden zeitgenössischen  Instrumenten zuhause.
Die in Russland geborene Klarinettistin Lisa Shklyaver wuchs in einer Musikerfamilie auf. Sie bekam ihren ersten Klavierunterricht im Alter von vier Jahren von ihrem Vater Igor Shklyaver. Sieben Jahre später begann sie ihre Klarinettenausbildung bei ihrem Großvater Joseph Shklyaver, studierte weiter Klarinette in St.-Petersburg bei Prof. Valeriy Besrutschenko, in Karlsruhe bei Prof. Wolfgang Meyer und in Trossingen bei Prof. Chen Halevi (moderne Klarinette) und Prof. Dr. Ernst Schlader (historische Klarinette).
Regelmäßig spielt Lisa Shklyaver mit verschiedenen Orchestern zusammen wie Anima Eterna Brugge, Elbipolis Hamburg, Göttinger Barockorchester, L’Arte del Mondo, Concerto Classico Frankfurt. Internationale Tourneen führen sie an bedeutende Konzertsäle der Welt u. A. Kölner Philharmonie, Concertgebow Brügge, Beethovenhalle Bonn, Opéra de Dijon, Lincoln Centre New York, Rudolfinum Prag, Salle Pleyel Paris, Frauenkirche Dresden, KKL Luzern, Elbphilharmonie Hamburg, Opera House Sydney. Sie ist bei Festivals wie Musikfestspiele Potsdam Sanssouci, Schleswig-Holstein Musikfestival, Kulturwald – Festspiele Bayrischer Wald, La Chaise Dieu, Festival Internacional Cervantino (Mexico) ebenfalls als  Solistin und Kammermusikpartnerin zu hören.
Unter Anderem führte Lisa Shklyaver als Solistin auf historischer Bassettklarinette das Konzert in A-Dur KV 622 für Klarinette und Orchester von Wolfgang Amadeus Mozart mit Anima Eterna Brügge unter der Leitung von Jos van Immerseel in London, Antwerpen und München auf.
Die Süddeutsche Zeitung schreibt am 11.11.2014: „Und am Ende spielt Lisa Shklyaver Mozarts Klarinettenkonzert als Gesang aus den Tiefen der Menschlichkeit“.


Ich freue mich auf Ihren Besuch!

Herzlichst
Gabriele Paqué

Hinweis Parken!
Parkmöglichkeiten in Bonn-Poppelsdorf, ca. 10 Gehminuten von der Blücherstraße entfernt!

 

Das nächste Konzert findet am 29. August 2020 um 17:00 und 20:00 Uhr statt: “Kurt, Weill er mehr ist ….” – mit Simone Hirsch (Sopran), Ira Givol (Violoncello) und Nare Karoyan (Klavier)

Aktuelle Ausstellung: Zu Ehren Beethovens – Eine Sammelausstellung
Samtags ist die Galerie von 14-18 Uhr geöffnet.
Nach telefonischer Absprache kann die Ausstellung auch zu anderen Zeiten besichtigt werden.
Blücherstr. 14, 53115 Bonn
Telefon: 0228-41076755

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