28.09.2019 – KONZERT: Gerald Hambitzer und Sigrun Stephan präsentieren Musik für zwei Clavichorde mit Werken von J.C. Bach, C.P.E. Bach, W.F. Bach, W.A. Mozart und C. Schaffrath

Foto: Elke Mühlhoff / Fotostudio Hirsch, Köln

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Liebe Freunde der Musik,

Sigrun Stephan war bereits mehrmals mit ihrem außerordentlichen Gespür für alte Musik im Musikstudio zu bewundern, zuletzt 2017. Nun ist sie gleich zwei mal in diesem Jahr vertreten, denn am 26. Oktober folgt schon das nächste Konzert, allerdings dann mit Cembalo und Laute!
Dieses Konzert verspricht, eine ganz besondere Erfahrung zu werden: zusammen mit Gerald Hambitzer werden die beiden Musiker auf zwei Clavichorden musizieren! Auch Gerald Hambitzer, Professor für Alte Musik an der HfMT Köln, ist bereits mehrfach im Musikstudio aufgetreten und hatte das Publikum immer wieder aufs Neue begeistern können.
Auf dem Programm stehen Stücke von J.C. Bach, C.P.E. Bach, W.F. Bach, W.A. Mozart und C. Schaffrath.
Freuen Sie sich auf ein einzigartiges Konzert mit diesen beiden Musikern!


Samstag, 28. September 2019

17:00 Uhr

im
Musikstudio & Galerie: Gabriele Paqué
Blücherstraße 14
53115 Bonn

Programm:

Johann Christian Bach (1735-1782)
Sonate für zwei Claviere in G-Dur
– Allegro

Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788)
Fantasia in C-Dur
(aus: Sammlung für Kenner und Liebhaber VI)

Vier kleine Duette für zwei Claviere
– Allegro
– Poco Adagio
– Poco Adagio
– Allegro

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Präludium

Christoph Schaffrath (1709-1763)
Duetto für zwei Claviere in a-moll
– Allegro
– Adagio
– Allegro

Pause

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Sonate in Es-Dur KV 282
– Adagio
– Menuetto I und II
– Allegro

Fuge zu vier Händen in g-moll

Wilhelm Friedemann Bach  (1710-1784)
Concerto a duoi Cembali Concertati in F-Dur
– Allegro moderato
– Andante
– Presto

Eintritt: 18,- € / 10,- € erm.

Sigrun Stephan und Gerald Hambitzer, Clavichord
Kopie nach Joh. Heinrich Silbermann (Straßburg 1775), erbaut von Matthias Griewisch 2017
Kopie nach Christian Ernst Friederici (Gera 1765) erbaut von Dietrich Hein 2014.

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Sigrun Stephan

Foto: Elke Mühlhoff

In Eisenach, derselben Stadt wie Johann Sebastian Bach geboren zu sein, erfüllte die Cembalistin Sigrun Stephan schon als Kind mit Stolz. In Weimar, wo sie die Spezialschule für Musik besuchte und anschließend an der Hochschule Klavier studierte, wurde sie durch eine Gedenktafel für Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel Bach täglich daran erinnert, dass es außer dem Klavier noch andere wunderbare Tasteninstrumente gibt.
Der Wunsch das Cembalo zu erkunden verschlug sie ausgerechnet in das Ruhrgebiet, wo sie sich an der Folkwanghochschule Essen den historischen Tasteninstrumenten widmete. Dort hatte sie im
Anschluss an das Cembalostudium auch einen Lehrauftrag inne. Sigrun Stephan spielt in verschiedenen Ensembles Continuo, ist solistisch tätig und wirkt bei zahlreichen CD-Produktionen mit.
Seit 2006 widmet sich Sigrun Stephan intensiv dem Clavichord und hat sich solistisch auf dieses ausdrucksstarke, sensible Instrument spezialisiert. Ihr Motto “Lautstärke beweist gar nichts!” stammt von Mark Twain.

Gerald Hambitzer

Fotostudio Hirsch, Köln

Gerald Hambitzer war fünf Jahre alt, als er im Hintergrund einer Fernsehsendung ungewohnt helle Klänge hörte. Erst konnte mir niemand erklären, welches Instrument das war, bis ich über Umwege heraus bekam: Die Klänge stammten von einem Tasteninstrument, das man in der barocken Epoche gespielt hat. Auch heute noch erlebt Gerald Hambitzer, dass das Cembalo mit anderen Tasteninstrumenten verwechselt wird. Er selbst hat sich mit dem Instrument früh vertraut gemacht, etwa wenn er mit seinen Eltern Konzerte besuchte oder auf dem Cembalo seiner Schule spielen durfte. Durch die Plattensammlung des Vaters entdeckte Gerald Hambitzer früh seine Liebe zur historischen Aufführungspraxis. Bestimmte Sätze kamen mir als Kind immer langweilig vor, bis ich eine Aufnahme von Nikolaus Harnoncourt hörte. Ohne zu wissen, wo die Unterschiede liegen, hat mich diese frische Spielweise sofort fasziniert. Gerald Hambitzer studierte Klavier und Cembalo bei Hugo Ruf an der Hochschule für Musik in Köln. Nach dem Studium erhielt er zunächst einen Lehrauftrag, später eine Professur für historische Tasteninstrumente. Es gab an der Kölner Hochschule schon früh traditionelle Studiengänge für Cembalo, Blockflöte, Laute oder Viola da Gamba. Es war mein Ziel in meiner Hochschularbeit, die Erkenntnisse der historischen Aufführungspraxis in diese Studiengänge einzupflanzen. Das sag ich mit Stolz, weil ich heute Leiter des Instituts für alte Musik bin. Gerald Hambitzer gehört zu den Gründungsmitgliedern von Concerto Köln. Bei dem Orchester begeisterte mich zunächst die Möglichkeit, schon als Student Aussicht auf einen Arbeitsplatz zu haben und mit einem großen Ensemble zusammen zu spielen. Faszinierend finde ich auch, dass wir aus ganz unterschiedlichen Ländern kommen. Es ist nicht immer leicht, einen Konsens zu finden, aber die Vielfalt ist sehr bereichernd. Neben seiner Hochschultätigkeit und der Arbeit mit Concerto Köln spielt Gerald Hambitzer in verschiedenen Kammermusikformationen. Leidenschaftlich widmet er sich auch dem Fortepiano und dem Clavichord. An meinem Beruf liebe ich am meisten das Konzertieren auf der Bühne, wenn – grade mit Concerto Köln – Dinge passieren, die nicht verabredet waren. Wenn wir im „Flow“ sind, dann ist alle vorausgegangene Anspannung vergessen. Erholen kann sich Gerald Hambitzer sehr gut bei ausgedehnten Spaziergängen und der Gartenarbeit.

(Text: Sylvia Systermans)

Ich freue mich auf Ihren Besuch!

Herzlichst
Gabriele Paqué

Hinweis Parken!
Parkmöglichkeiten in Bonn-Poppelsdorf, ca. 10 Gehminuten von der Blücherstraße entfernt!

Das nächste Konzert findet am 26.10.2019 statt:
Sigrun Stephan (Cembalo) und Andreas Nachtsheim (Laute) präsentieren Musik des 16. bis 18. Jahrhunderts, mit Lesung aus “Über den Umgang mit Menschen” von Knigge

Aktuelle Ausstellung: Victor Shtivelberg präsentiert “Watching and Listening”
Samtags ist die Galerie von 14-18 Uhr geöffnet.
Nach telefonischer Absprache kann die Ausstellung auch zu anderen Zeiten besichtigt werden.
Blücherstr. 14, 53115 Bonn
Telefon: 0228-41076755

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