23.03.2019 – Zum 200. Todestag von August von Kotzebue – KONZERT und LESUNG von Dieter E. Neuhaus (Dramaturg) und Urte Lucht am Hammerklavier. Mit Gemälden des Nachfahren Otto von Kotzebue.

Quelle: Wikipedia

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Zum 200. Todestag von August von Kotzebue

Liebe Freunde der Musik und Literatur,

Foto: Jörg Mascher

Manch einem mag der Name August von Kotzebue noch bekannt vorkommen. Der 1761 in Weimar geborene und 1819 in Mannheim getötete Dramatiker, Schriftsteller und Librettist war zu seiner Zeit eine wahre Größe! So war es kein Geringerer als Goethe, der oftmals von Kotzebues Werke inszenierte und mit ihm zusammen zu von Kotzebues Werken auf der Theaterbühne auftrat. Neben seinem literarischen Schaffen wurden August von Kotzebue auch noch zusätzliche Ehren zuteil.
1785 wurde er in den russischen Adelsstand erhoben. Er lebte auch einige Zeit in Russland, bis er 1817 als Generalkonsul im russischen Auftrag nach Deutschland wieder zurückkehrte. Von Kotzebue war kein Freund des deutschen Liberalismus und Nationalismus, dem er auch oftmals durch das von ihm in Weimar veröffentlichten Literarischen Wochenblatts Ausdruck verlieh. Leider machte er sich hierdurch viele Feinde, insbesondere die Burschenschaften, was ihm letztendlich zum Verhängnis wurde. Am 23. März 1819 drang der Burschenschaftler und Theologiestudent Karl Ludwig Sand in den damaligen Wohnsitz von Kotzebues in Mannheim ein und erstach ihn vor den Augen seines damals 4-jährigen Sohnes, begleitet von den Worten: “Hier, du Verräter des Vaterlandes!”

Diesem besonderen Menschen ist dieser Abend gewidmet und was würde dabei näherliegen, als in einer Lesung Geschichten August von Kotzebues zum Besten zu geben und dies im wort-wörtlichen Zusammenspiel mit Musik auf einem Hammerklavier?
Dieter E. Neuhaus kann bereits auf eine beachtliche Karriere als Inszenator diverser Opern- und Schauspielstücke zurückblicken. Ganz besonders sind auch seine inzwischen 25 Freilichttheater-Projekte, die er zusammen mit den Bürgern der jeweiligen Stadt oder Region aus Anlass historischer Ereignisse inszenierte. Hinzu kommen über 500 Auftritte als Schauspieler in diversen Produktionen. Zwischen 1975 und 1978 arbeitete er als Dramaturg am Theater der Stadt Bonn.
Urte Lucht übernimmt die musikalische Gestaltung dieses Abends mit Komponisten, die mit Sicherheit auch von Kotzebue bekannt gewesen sein dürften. Auf dem Programm stehen Werke von W. A. Mozart, F. Schubert und L. v. Beethoven. Von Letzerem weiß man übrigens, dass August von Kotzebue sogar in Kontakt zu ihm stand! Urte Lucht studierte sowohl das Cembalo als auch das Hammerklavier (u.a. bei dem weltberühmten Gustav Leonhardt) und sie kann inzwischen mehrere internationale Preise ihr Eigen nennen.
Zusammen bilden die beiden Künstler ein ganz besonderes Duo aus Literatur und Musik!

Zu diesem Anlass werden wir auch noch einen Ehrengast in unserer Mitte finden: Otto von Kotzebue! Der in München lebende Ururenkel des Verstorbenen ist Maler und war bereits schon des Öfteren in unserer Galerie zu sehen. In seinen vielen Reisen durchquerte er viele Länder, u.a. auch die Vereinigten Staaten und Russland, deren Eindrücke in seiner impressionistisch anmutenden Malerei verewigt sind. Näheres zu Otto von Kotzebue finden Sie hier.


Samstag, 23. März 2019

17 Uhr

Blücherstraße 14
53115 Bonn

Programm:

Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert und Ludwig van Beethoven
Das genaue Programm wird bald bekanntgegeben.

Eintritt: 18,- € / 10,- € erm.

Mit dem ausfüllen der unteren Felder können Sie sich bequem Karten reservieren:

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Telefon (optional)



Urte Lucht

Foto: Andreas Becker

Bereits im Alter von vier Jahren begann Urte Lucht mit dem Cembalospiel. Als Jugendliche besuchte sie Meisterkurse für Cembalo, Hammerflügel und Kammermusik bei Gustav Leonhardt, Jos van Immerseel und Nikolaus Harnoncourt. Nach dem Studium in Hamburg, Zürich (bei Johann Sonnleitner) und Basel an der Schola Cantorum Basiliensis (bei Jesper Christensen) begann ihre rege Konzerttätigkeit sowohl auf dem Cembalo als auch dem Hammerflügel. Internationale Preise, Rundfunk-, Fernseh- und CD-Aufnahmen folgten. Urte Lucht tritt bei den großen Festspielen wie Schleswig Holstein Musikfestival, Barockfestspiele  Arolsen, Tage Alter Musik Regensburg, Bodensee-Festival, Europäische Wochen Passau, Landshuter Hofmusiktage auf. Sie konzertierte unter anderem mit Maria Cristina Kiehr, Simone Kermes, Constanze Backes, Andrea Bischoff, Stefan Fuchs (Ensemble Trazom), Leila Schayegh und Frieder Bernius. Neben der historisch informierten Aufführungspraxis hat Urte Lucht ein großes Interesse an Neuer Musik, belegt durch etliche Erst- und Uraufführungen, zum Beispiel von Werken Josef Tals und Erhan Sanris. Im Schweizer Radio SRF ist sie oft als Fachexpertin in der Sendung „Diskothek“ zu hören und ist außerdem Mitbegründerin des Ettenheimer Musiksommers, der renommierten Konzertreihe für Alte Musik in der Barockstadt Ettenheim.
Seit 2007 lehrt Urte Lucht an der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe. Von  2000 – 2003 war sie Dozentin an der Internationalen Frühjahrsakademie für Alte Musik in Stift Geras, Österreich, und  unterrichtete 2005 bei den Internationalen Sommerkursen im Schloß Bietigheim

Dieter E. Neuhaus – Regisseur, Autor, Schauspieler

Bildrechte: privat

Dieter E. Neuhaus war von 1972 bis 1985 an den Theatern in Schleswig, Luzern, Bonn und Freiburg i. Br. engagiert. Seither arbeitet er freiberuflich. Er leitete Opern- (u.a. „Dido und Aeneas“ von Purcell, „Orpheus und Eurydike“ von Gluck) und Schauspiel-Projekte (u.a. zweisprachige Inszenierungen mit
jungen Schauspielern aus Frankreich und Deutschland).
Von besonderer Bedeutung für ihn sind die 25 Freilichttheater-Projekte, die er mit Menschen eines Ortes oder einer Region oftmals aus Anlass eines historischen Ereignisses erarbeitete: u.a. „Das Festspiel Sempach“(Kanton Luzern/Schweiz – 1986), „Das Weidener Stadt-Schauspiel“ (Oberpfalz – 1992), „Das Offenburger Freiheitsfest“ (1997), „Der Jahrtausendkehraus in Brauweiler“ (Pulheim – 1999), Stadt – Land – Fluss: Kehl 2010“ und „Das Emmendinger 600 Jahr’-Marktspiel“ (2018).
Als Schauspieler gestaltete er bei über 500 Auftritten in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Holland und in Rundfunksendern dieser Länder Texte (u.a.) von Boccaccio, Grimmelshausen, Hölderlin, Goethe, Hans Christian Andersen, Mark Twain und zusammen mit Musikerinnen und Musikern Dichtungen des Barock, des Expressionismus, die „Bild“-Zeitung und „Der Ring des Nibelungen von Richard Wagner in 98 Minuten“. „Komm Trost der Nacht, o Nachtigall“ ist der Titel des ersten gemeinsamen Programms mit Urte Lucht: Musik und Lyrik aus der Barockzeit.

Ich freue mich auf Ihren Besuch!

Herzlichst
Gabriele Paqué

Hinweis Parken!
Parkmöglichkeiten in Bonn-Poppelsdorf, ca. 10 Gehminuten von der Blücherstraße entfernt! 

Die nächste Ausstellungseröffnung findet am 30. März 2019 statt.
Das Musikstudio präsentiert MÁRO

Aktuelle Ausstellung von Lucia Hinz: Tanz der Farben
Samtags ist die Galerie von 14-18 Uhr geöffnet.
Nach telefonischer Absprache kann die Ausstellung auch zu anderen Zeiten besichtigt werden.
Blücherstr. 14, 53115 Bonn
Telefon: 0228-41076755

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