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Maria Dierker

Die in Bornheim-Merten lebende und arbeitende Künstlerin stellte erstmals 2017 in unserer Galerie aus und wird seitdem deutschlandweit von uns vertreten. Für sie stehen die Natur und deren ewiger Kreislauf „Werden-Sein-Vergehen“ im Mittelpunkt ihres künstlerischen Schaffens. Ihre Schönheit, aber auch ihre Verletzlichkeit, vor allem aber ihre Urgewalt faszinieren die Künstlerin stets aufs Neue. Dazu gehört insbesondere auch die Verbindung von Natur und Musik, die anlässlich des Beethoven-Jubiläums eine besondere Aktualität gewinnt. Diese Symbiose, die sich vor allem in ihren Baumpartituren ausdrückt, hat sie in den Focus ihrer hier gezeigten Exponate gestellt.
Ihr Studium der Malerei schloss Maria Dierker 2000 mit einem Diplom ab. Anschließend war sie bis 2002 Meisterschülerin bei Professor Dr. Qi Yang. Mit Studienaufenthalten, Künstleraustauschen, Projekten und Ausstellungen war sie seitdem in Südostasien (VR China, Süd-Korea), Afrika (u.a. Gambia, Kenia, Senegal, Sudan), Europa (neben Deutschland u.a. Aserbaidschan, Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien, Malta, Niederlande, Polen, Rumänien) präsent. Außerdem nahm sie an renommierten Fortbildungen in Zen-Kalligrafie und fernöstlicher Malerei bei international bekannten Meistern teil. Neben der Malerei prägen Installationen ihre künstlerische Arbeit. Maria Dierker ist zudem „Sevengardens-Dialoger“ und damit anerkannte Repräsentantin dieser offiziellen Maßnahme der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Darüber hinaus ist sie in der Erwachsenen-Bildung als Dozentin tätig.

Unter ihren Werken finden sich auch einige sogenannte “Baumpartituren”. Maria Dierker schreibt hierüber Folgendes:

Auf ihren Reisen haben Musiker, so auch Ludwig van Beethoven, immer wieder Halt in der Natur gemacht und dort Inspirationen für ihre Werke gefunden.

Diese Tatsache spiegelt sich in meinen „Baumpartituren“ wider. Mit Frottagen verschiedener Bäume interpretiere ich das enge Verhältnis zwischen Natur und Musik. Denn jeder Baum hat seine eigene „Melodie“, sozusagen ein Fingerabdruck seines speziellen Seins. Zugleich ist die Ähnlichkeit mit handschriftlichen Partituren unübersehbar. Als Naturfreund fand Beethoven in der Natur immer wieder Entspannung, Einsamkeit und Inspiration und schrieb unter andrem „Ist es doch, als ob jeder Baum zu mir spräche auf dem Lande: Heilig, heilig! Jeder Baum spricht durch dich, oh Gott. Süße Stille des Waldes.“

Dieser tiefen Verbundenheit Ludwig van Beethovens mit der Natur will ich mit meinen Bildern Rechnung tragen. Zugleich möchte ich mit meinem Werkzyklus „Der Baum“ die Notwendigkeit des Naturschutzes, insbesondere der Bäume und Wälder, unterstützen und so eine enge Verbindung zwischen Kunst und Ökologie fördern.

Projekte

„Internationales Färbergartenprojekt“ (Sevengardens)

  • 2016 Workshop mit Frauen aus: Botsuana, China, Demokratische Republik Kongo, Deutschland, Indonesien, Kamerun, und den Philippinen im Kunsthof Merten (VEM-Wuppertal)
  • 2015 Workshop in Annaberg / Polen – Internationale Begegnung-BBK Bonn/Rhein-Sieg

„Färbergarten“ in  Bornheim

  • 2015 Projekt mit dem städt.Kindergarten „Flora“

 III Maiden Tower International Art Festival (Aserbaidschan)

  • 2012 Internationales Kunstprojekt mit Künstlern aus 18 Ländern – Baku (Einladung)

World Artist Festival (Süd-Korea)

  • 2006 Veröffentlichung im Kunstjournal „Misulmunhwa“ 2/2006 – Seoul
  • 2006 Teilnahme am “1. World Artist Festival“ – Museum of Fine Arts, Seoul (Einladung)
  • 2005 Internationale Künstlervorstellung, World Watercolor Painting Federation – Seoul Gallery (Katalog)

Travelling Art (Senegal)

  • 2006 „Art Voyage“, Projekt mit senegalesischen, italienischen und deutschen Künstlern in M´Bour (Einladung)
  • „takhawale“, Projekt im „Reserve naturelle de Popenguine“ in Popenguine in Zusammenarbeit mit der dortigen Frauengruppe unter Wolimata Thia und dem Ministerium für Umwelt- und Naturschutz der Republik Senegal (Einladung)

Deutsch-Chinesischer Künstleraustausch (VR China)

  • 1999/2000/2001 Künstleraustausch zwischen der Kunstakademie Hefei (Provinz Anhui) und dem IBKK (Bochum) und Verband Freier Deutscher Künstler VFDK (Bochum)

Mitgliedschaften

  • Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK), Bonn Rhein-Sieg e.V.
  • GEDOK Bonn e.V. (Fachbeirätin (2009-2013))
  • Kunstverein Rhein-Sieg-Kreis e.V.

„Die Symbiose von Mensch und Natur ist heute sicher gestört. Die göttliche Aufforderung „Macht Euch die Erde untertan“ wird heute leider oft als Ansporn zu deren radikaler Ausbeutung missverstanden. Dieses zu ändern, gehört sicher zu den wichtigsten Aufgaben heutigen politischen und gesellschaftlichen Handelns. Voraussetzung dafür ist aber eine Sensibilisierung der Menschen für diese Thematik.

Dazu will ich mit meinen Bildern beitragen. Deshalb ist seit vielen Jahren die Natur mein Thema. Deren ewiger Kreislauf „Werden – Sein – Vergehen“ ist ein Faszinosum, dem sich wohl keiner entziehen kann. Denn er betrifft uns Menschen gleichermaßen. In ihr kann ich auch alles das wiedergeben, was mir über oben Gesagtes hinaus wichtig ist: Schönheit, Bewegung, Leben – und Freiheit. Diesen natürlichen Entwicklungsprozess interpretiere ich künstlerisch in meinen Bildern, die den Betrachter durch eine tiefe Metaphorik in ihren Bann ziehen und der Natur ein tiefgreifendes Mahnmal setzen soll.“

Maria Dierker

„Die „Melodie der Bäume“ war für die Künstlerin immer präsent – Natur im Werden, Sein und Vergehen hat sie seit jeher beschäftigt. Beispielhaft steht eine Serie von Blattfrottagen in Tusche/Schellack hinter Glas für den ewigen Zyklus des Kommens und Gehens – kleine „memento mori“ als Mahnung der eigenen Vergänglichkeit.

Sich körperlich dem Baum zu nähern, seine rindige Oberfläche zu erspüren und sie unmittelbar auf Papier sichtbar werden zu lassen, ist eine – so scheint es – logische und folgerichtige Weiterentwicklung Maria Dierkers Schaffen.

Liebevoll umfängt die Künstlerin den Stamm des lebendigen Baumes mitten in der Natur mit Wenzhou- (chinesischem) Reispapier und nimmt mit Tusche sowie Graphit die Oberfläche auf. Respektvoll begegnet sie dem Baum als Lebewesen, erspürt ihn mit allen Sinnen, forscht seinen Signalen nach. …Und der Baum antwortet mit einem Lied, die Frottage wird zur Partitur – zum Klang des Lebens. Plötzlich tanzen Noten über das Papier und spielen die Melodie vom ewigen Kreislauf der Natur.“

 Dr. Barbara Hausmanns, Kunsthistorikerin

Werke

Werke der Ausstellung “Klang der Bäume”

Einführungsvortrag von Gabriele Paqué zu der Ausstellung "Klang der Bäume"

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Rezeption zu der Ausstellung “Klang der Bäume” in der Presse

Auswahl: Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland (Auswahl ab 2001)

  • Museum im Franck-Haus, Marktheidenfeld
  •  GREEN ECONOMIE – was kostet die Welt?, Rathaus Galerie-Brühl
  • Galeria sztuki Góra Sw. Anny / Polen
  • Kunstpreis „Unterwegs“ (Kunstforum 99 Rheinbach), Nominierung (Katalog)
  • Bonjour Deutschland, Haus an der Redoute, Bonn-Bad Godesberg
  • Fine A.R.T.S, Museum im Kulturspeicher-Würzburg
  • „Grenzenlos, Sans Frontières, Bez Granic“, Museum-Städt. Geschichte, Bunzlau/Polen (Katalog)
  • „Skripturale – Von Hieroglyphen bis zum Internet“. Gutshaus Steglitz-Zehlendorf, Berlin (Katalog)
  • Präsentation der Gewinner und Finalisten des 13. Internationaler Syrlin-Kunstpreises – Galerie im Zentrum, Stuttgart .
  • 7. Int. Kunstmesse und Doppelmesse Antik und Kunst Sindelfingen
  • EntZEITlicht – Ein Beitrag zum UNESCO-Welttag der Poesie, Kapitelsaal St. Remigius, KHG-Bonn (Katalog)
  • Perspektiven „Skripturale“- haben Buch und Schrift eine Zukunft?- dbb 10117 Berlin
  • „Wir!“ – 60 Jahre GEDOK Bonn, Künstlerforum Bonn (Katalog)
  • Galerie HELIOS, Temeswar/Rumänien (Katalog)
  • Galeria „Pro Arte“, Lugoj/Rumänien
  • Wasserburg Rindern (Kooperation mit der ArtVent Künstlergruppe aus Korea und dem IKV)
  • III Maiden Tower International Art Festival, Baku/Aserbaidschan
  • International Travelling Exhibition – Sudanese Women Museum, Ahfad University for Women-Omdurman/Sudan (Katalog)
  • Gabala II – International Art Exhibition – Gabala/Aserbaidschan (Katalog)
  • „West meets east“ – Artothèque, St. Cloud/Paris (E) (Katalog)
  • Malta Biennale Paris  – Centre Madame Peugeot, Paris
  • „Wo ist Sophia? – Die Weisheit des Leibes“ – Frauenmuseum Bonn (Katalog)
  • Seoul International New Art Fair, Seoul- Art- Gallery, Seoul(Korea)
  • Invited Exhibition „Kunst aus Korea“ (Gastkünstler) –  Goethe-Institut, Frankfurt/Main (Katalog)
  • „Skripturale“ – Messina Palace, Valetta/Malta
  • Ausstellung zum Weltfrauentag – Nationalmuseum, Nairobi/Kenia (Katalog)
  • „Skripturale“ – Max-Planck-Institut für  Gesellschaftsforschung, Köln (Ankauf: „Seidenstraße heute“- 3 Arbeiten)
  • „Skripturale“ – Europäische Kommission, Brüssel
  • „Skripturale“ – Museum Scuderie Aldobrandini, Frascati/Rom
  • Ausstellung zum Weltfrauentag – Frauenmuseum „Mama Africa“, Batokunku/Gambia (Katalog)
  • Jahresausstellung „X Jahre Kunsthof Merten“ – Kunsthof Merten, Bornheim
  • „Kunst en Religie“ – Kruispunt Denderleeuw, Belgien
  • „Skripturale“ – Artothèque, St. Cloud/Paris (Katalog)
  • „Straßen verbinden Kulturen“ – Bundespresseamt Bonn
  • „Straßen verbinden Kulturen“ – Ausstellung anlässlich 50 Jahre Ringpartnerschaft Esch-zur-Alzette, Köln, Lille, Lüttich, Rotterdam, Turin –  Rathaus Stadt Köln (Katalog)
  • „7e Biennale Dak´art Off“ – Atelier Residance Tripano, M’Bour/Senegal
  • Ausstellung im Rahmen des 1. World Artist Festival – Museum of Fine Arts, Seoul/Süd-Korea (Katalog)
  • Kulturforum Burgkloster – Lübeck
  • „Freie Malerei“ – Kunst- und Galeriehaus, Bochum (Katalog)
  • Holms lille Galeri – Abenraa/Dänemark

Galerie geöffnet Samstags von
14 – 18 Uhr
geöffnet.

Musikstudio und Galerie:
Gabriele Paqué

Blücherstraße 14
53115 Bonn

tel:     0228 / 41076755
mail: info(at)paque-klavier.de
web: paque-klavier.de